Automatisierung Intralogistik: Wenn mehr Technik eine zentrale Steuerung braucht

Durch die Automatisierung der Intralogistik lassen sich Durchsatz und Effizienz steigern. Dafür ist in vielen Lagern ein heterogener Mix aus automatischen Kleinteilelagern (AKL), Palettenhochregallagern, AutoStore, fahrerlosen Transportsystemen (FTS) und Fördertechnik im Einsatz.

11. September 2026
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Je komplexer das Konstrukt, desto größer wird allerdings die Herausforderung für die übergeordnete Automatiksteuerung: Es gilt schließlich, Aufträge in Echtzeit zu koordinieren, intelligent zu priorisieren und Transparenz über alle Lagerbereiche hinweg zu schaffen. 

Genau hier setzt PROLAG World an. Als Warehouse Management System mit integriertem Automatikframework und Materialflussrechner bringt es automatisierte und manuelle Lagerbereiche in einer zentralen Plattform zusammen – mit dem Ziel, die Anlagenverfügbarkeit zu erhöhen, Durchlaufzeiten zu reduzieren und den Betrieb auch in Hochlastphasen stabil zu halten. 

Das Wichtigste im Überblick: 

  • Je mehr Automatiksysteme zusammenspielen, desto wichtiger wird eine systemübergreifende Steuerung.
  • Intelligente Lagerstrategien, Transparenz und Materialflusssteuerung verbessern Durchsatz und Anlagenverfügbarkeit auch in komplexen Strukturen.
  • Es kommt auf eine hohe Integrationsfähigkeit an, die bestehende Systeme einbindet und für künftige Erweiterungen skalierbar ist.
  • PROLAG World bindet unterschiedliche Automatik- und Lagersysteme herstellerunabhängig in eine zentrale WMS-Umgebung ein.

Zentrale Steuerung für heterogene Automatiksysteme

PROLAG World ist ein modulares Warehouse Management System, das automatisierte und manuelle Lagerbereiche in einem zentralen System vereint. Dank eines integrierten Automatikframeworks lassen sich unterschiedlichste Lager- und Fördersysteme herstellerunabhängig anbinden, überwachen und steuern. 

Ob automatisches Kleinteilelager, Palettenlager, Tablarlager oder AutoStore – PROLAG World übernimmt bei der Automatisierung der Intralogistik die Rolle des Dirigenten und koordiniert alle Materialflüsse in Echtzeit.

Die wichtigsten Ziele dabei:

  • Durchgängige Prozesssteuerung über alle automatisierten und manuellen Lagerbereiche hinweg
  • Echtzeit-Orchestrierung von Materialfluss und Transportaufträgen
  • Herstellerunabhängige Integration über standardisierte Schnittstellen
  • Stabile Abläufe auch bei Störungen und wechselnden Prioritäten

Kern der Automatiksteuerung ist der Materialflussrechner. Jeder automatisierte Lagerbereich wird damit eigenständig verwaltet, Störungen werden erkannt, Statusmeldungen verarbeitet und Warenbewegungen intelligent priorisiert. So lassen sich Staubildungen vermeiden, Durchlaufzeiten reduzieren und die Anlagenverfügbarkeit erhöhen.

Automatiklager intelligent koordinieren: Lagerstrategien für mehr Effizienz

PROLAG Automation unterstützt komplexe Automatikfunktionen wie doppeltiefe Lagerung, mehrfachtiefe Lastaufnahmemittel und automatische Reorganisationen. Blockierte Lagerhilfsmittel werden durch systemseitig erzeugte Umlagerungen selbstständig freigespielt. Bei Bedarf organisiert das System Lagerbereiche neu, um Auslagerzeiten zu minimieren – etwa vor saisonalen Peaks oder in Hochlastphasen.

Zusätzliche Effizienz entsteht bei der Automatisierung der Intralogistik durch die Kombination mit Chargenverwaltung, Doppelspielen und intelligenten Priorisierungen. Ein- und Auslagerungen können in einer Fahrt kombiniert werden, was Zeit und Energie spart und die Gesamtleistung der Automatik steigert.

Da PROLAG World auch als WMS aus der Cloud verfügbar ist, braucht es für die Automatisierung der Intralogistik keine neuen Hardwareinvestitionen.

KI in der Automatiksteuerung – wo steht die Intralogistik heute?

KI in der Intralogistik unterstützt im operativen Lagerbetrieb derzeit vor allem dabei, Aufträge zu priorisieren, Muster in Störungen frühzeitig zu erkennen oder Entwicklungen zu prognostizieren. Entscheidend sind dabei eine ausreichende Datenbasis und eine Systemarchitektur, die die Erkenntnisse in operative Prozesse überführen kann.

Um weitere Einsatzmöglichkeiten von KI in der Automatisierung der Intralogistik zu erschließen, hat CIM in Kooperation mit der TU München und dem Fraunhofer Institut eigene Forschungsprojekte ins Leben gerufen.

Transparenz und Sicherheit im automatisierten Lager

Je komplexer die Automatisierung der Intralogistik, desto unverzichtbarer wird ein transparenter Überblick über den aktuellen Systemzustand. PROLAG World stellt dafür einen digitalen Zwilling bereit, der automatisierte Lagerstrukturen 1:1 abbildet. 

Dieser ermöglicht Simulationen und Tests von Software-Updates und Sie können neue Komponenten ganz ohne Risiko einführen. Um Engpässe, Störungen oder veränderte Anforderungen frühzeitig zu analysieren, braucht es keinen Eingriff in den laufenden Betrieb. 

Für mehr Sicherheit und weniger ungeplante Down-Times sorgen zusätzliche Funktionen wie NIO-Prozesse (Nicht-In-Ordnung), Pufferplatzverwaltung und Feldlastüberwachung. Mitarbeitende können gezielt informiert werden, fehlerhafte Paletten werden automatisch ausgeschleust und die Fördertechnik wird vor Überlastung geschützt.

Flexible Anbindung von FTS, Kränen und Sondertechnik

Lagerautomatisierung beschränkt sich heute nicht mehr nur auf Fördertechnik und klassische Automatiklager. Deshalb lassen sich neben klassischer Fördertechnik auch fahrerlose Transportsysteme, Kräne und Waagen nahtlos in PROLAG World integrieren. Über standardisierte Schnittstellen kommuniziert das WMS direkt mit den Systemen, vergibt Transportaufträge und verarbeitet Rückmeldungen. So entstehen flexible Materialflüsse – ideal für dynamische Lager- und Produktionsumgebungen.

PROLAG World vereint für eine reibungslose Automatisierung der Intralogistik automatisierte und manuelle Lagerbereiche in einer zentralen Plattform. Durch intelligente Steuerungslogiken, Echtzeittransparenz und hohe Integrationsfähigkeit wird das WMS zum entscheidenden Optimierungsfaktor in der modernen Intralogistik. Das Ergebnis: höhere Effizienz, mehr Skalierbarkeit und ein zukunftssicheres Lager.

Modernisierung oder Neubau – vom bestehenden Lager zur automatisierten Intralogistik

Geht es um die Automatisierung der Intralogistik, stehen Unternehmen typischerweise vor einer dieser beiden Ausgangssituationen: Entweder soll ein bereits bestehendes Lager modernisiert werden oder es bietet ein Lagerneubau die Möglichkeit, die Automatisierung von Anfang an in das Gesamtkonzept einzubeziehen.

Wer ein bestehendes Lager automatisieren möchte, arbeitet in der Regel mit gewachsenen IT-Strukturen. Unterschiedliche Lagerbereiche, die vorhandene Technik und fest etablierte Prozesse müssen berücksichtigt und sinnvoll weiterentwickelt werden. Damit getätigte Investitionen erhalten bleiben, kommt es in diesem Szenario ganz besonders auf eine offene Integrationsarchitektur an.

Bei einem Neubau lässt sich die Lagerlogistik-Automatisierung dagegen von Anfang an ganzheitlich planen. Aber auch in diesem Fall bleibt die Frage, wie flexibel die gewählte Systemarchitektur auf spätere Erweiterungen reagieren kann – ändern sich Anforderungen, Volumina und Technologien doch laufend.

Beide Szenarien zeigen: Es gibt keinen pauschal richtigen Automatisierungsgrad. Es ist auch nicht entscheidend, möglichst viele Prozesse zu automatisieren. Vielmehr erfolgt jede Automatisierung der Intralogistik individuell und die “Kunst” ist, die eingesetzte Technik so zu integrieren, dass sie langfristig zum Geschäftsmodell und zur Entwicklung des Unternehmens passt. 

Haben Sie bei der Auswahl des WMS dann auch noch die spezifischen Anforderungen Ihres Unternehmens berücksichtigt, lassen sich Projekte jeder Größenordnung und Komplexität wie zum Beispiel die zentrale Flughafenlogistik der Eurotrade Flughafen München Handels-GmbH effizient und zukunftssicher umsetzen.

Bei der Automatisierung der Intralogistik ist die Technik immer nur so gut wie ihr Zusammenspiel

Bei der Automatisierung der Intralogistik können einzelne Systeme noch so leistungsstark sein. Damit ein Automatiklager sein Effizienzpotenzial voll ausspielen kann, braucht es ein konzertiertes Zusammenspiel aller Komponenten. Je mehr Automatikbereiche es gibt, desto höher sind natürlich die Anforderungen an Integration, Transparenz und eine übergeordnete Steuerung.

PROLAG World schafft dafür eine zentrale Ebene, die automatisierte und manuelle Lagerbereiche verbindet und Materialflüsse systemübergreifend koordiniert. So können Unternehmen heterogene Strukturen schrittweise erweitern, ohne das Gesamtkonstrukt völlig neu aufsetzen zu müssen.

Sie planen die Automatisierung der Intralogistik in Ihrem bestehenden Lager oder möchten in Ihrem Neubau von Anfang eine zentrale Steuerungsarchitektur etablieren? Nehmen Sie gerne Kontakt zu unserem Expertenteam auf, wenn Sie mehr über die Möglichkeiten mit PROLAG World erfahren möchten. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören!

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet Automatisierung in der Intralogistik? 

Bei der Automatisierung in der Intralogistik übernehmen Technik und Software ganz oder teilweise die Steuerung der innerbetrieblichen Materialflüsse. Zum Einsatz kommen dabei beispielsweise Automatiklager, Fördertechnik, FTS und automatisierte Kommissioniersysteme. 

Welche Systeme lassen sich an PROLAG World anbinden? 

PROLAG World ist nicht auf bestimmte Hersteller oder Automatiksysteme festgelegt. Über standardisierte Schnittstellen lassen sich unterschiedliche Systeme anbinden – von automatischen Kleinteilelagern über Paletten- und Tablarlager bis hin zu AutoStore, Fördertechnik, FTS, Kränen und Sondertechnik. 

Wie lange dauert die Anbindung eines Automatiklagers an ein WMS? 

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Entscheidend sind unter anderem die bestehende Systemlandschaft, die vorhandenen Schnittstellen, die Komplexität des Automatiklagers und der gewünschte Funktionsumfang. Eine standardisierte Integrationsarchitektur kann den Implementierungsaufwand jedoch reduzieren. 

Lohnt sich Automatisierung auch für kleinere Lager? 

Ob sich die Lagerlogistik-Automatisierung lohnt, entscheidet nicht nur die Größe des Lagers. Maßgeblich ist vor allem, welche Prozesse automatisiert werden sollen und wie vielschichtig die Lagerstrukturen sind. Für weniger komplexe Anforderungen kann der Einstieg mit PROLAG One sinnvoll sein: Mit standardisierten Abläufen erhöht das WMS in kürzester Zeit die Effizienz.

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